Powered by Smartsupp
zur Kasse insgesamt: 0,00 €
Andere Kunden kauften auch:
Mega-Set für das Nervensystem
Mega-Set für das Nervensystem

129,00 €

Einzelpreis-Summe:

150,00 €

Set
Revimyelin® + 2x Improvsan® - NERVENSYSTEM + BEWEGUNGSAPPARAT
Revimyelin® + 2x Improvsan® - NERVENSYSTEM + BEWEGUNGSAPPARAT

119,00 €

Einzelpreis-Summe:

140,00 €

Set
Vitamin D3 10 000 IE + Vitamin K2-MK7 200 mcg
Vitamin D3 10 000 IE + Vitamin K2-MK7 200 mcg

29,00 €

Einzelpreis-Summe: 36,00 €

Set
Revimyelin® + Neuromentis® umfassende Neuroregeneration
Revimyelin® + Neuromentis® umfassende Neuroregeneration

104,00 €

Einzelpreis-Summe: 114,00 €

Set
Mega-Set für das Nervensystem
Mega-Set für das Nervensystem

129,00 €

Einzelpreis-Summe: 150,00 €

Set
Revimyelin® + 2 Stk. Neuromentis®
Revimyelin® + 2 Stk. Neuromentis®

152,00 €

Einzelpreis-Summe: 166,00 €

Set
Revimyelin® + 2x Improvsan® - NERVENSYSTEM + BEWEGUNGSAPPARAT
Revimyelin® + 2x Improvsan® - NERVENSYSTEM + BEWEGUNGSAPPARAT

119,00 €

Einzelpreis-Summe: 140,00 €

Set
Tritt Multiple Sklerose bei Kindern und Jugendlichen auf?

Multiple Sklerose (MS) gilt im allgemeinen Bewusstsein als eine Erkrankung junger Erwachsener, die meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr diagnostiziert wird. Die Krankheit schaut jedoch nicht immer auf das Geburtsdatum. Schätzungen zufolge handelt es sich bei 3 % bis 10 % aller MS-Fälle um die sogenannte Multiple Sklerose mit pädiatrischem Beginn (Pediatric Onset Multiple Sclerosis – POMS).

Die Diagnose bei einem Kind oder Jugendlichen kommt für die Familie einem Erdbeben gleich. Sie weckt Ängste um die Zukunft, die Ausbildung und die Entwicklung. In diesem Artikel erläutern wir die Besonderheiten des Krankheitsverlaufs bei den Jüngsten und weisen auf Unterschiede in den Symptomen im Vergleich zu Erwachsenen hin.

Was ist MS bei einem Kind?

Um die Dramatik dieser Krankheit bei Kindern zu verstehen, müssen wir das Nervensystem als eine „Baustelle“ betrachten. Bei Erwachsenen greift MS ein bereits geformtes System an. Bei Kindern werden das Gehirn und das Rückenmark zum Ziel des Autoimmunangriffs, während sie noch wachsen, neue Verbindungen (Synapsen) bilden und reifen.

Das Myelin, die Isolierschicht der Nerven, wird vom eigenen Immunsystem zerstört. Bei einem Kind gleicht dies ständigen elektrischen Störungen auf einer Baustelle. Dies beeinträchtigt nicht nur die aktuelle Funktion (Signalübertragung), sondern kann auch die Architektur des gesamten Nervensystems dauerhaft beeinflussen.

Warum mein Kind? Auf der Suche nach den Ursachen

Die Medizin kann keinen einzelnen Schuldigen benennen. Man geht davon aus, dass eine Verkettung unglücklicher Umstände erforderlich ist – Genetik und Umweltfaktoren, die ein „Krankheitsfenster“ öffnen.

  • Genetik, kein Urteil: Das Kind erbt die Krankheit nicht direkt, sondern die Veranlagung. Wenn ein Verwandter ersten Grades erkrankt ist, steigt das Risiko, es ist jedoch keine Gewissheit.
  • Der virale Faktor: Eine besondere Rolle wird dem Epstein-Barr-Virus (EBV) zugeschrieben, das das Pfeiffersche Drüsenfieber (Mononukleose) auslöst. Diese Infektion, insbesondere wenn sie in der Pubertät durchgemacht wird, erhöht das Risiko einer MS-Aktivierung drastisch.
  • Lebensstil und Umwelt:
    • Vitamin D: Ein Mangel ist ein entscheidender Risikofaktor (u. a. verbunden mit der geografischen Breite).
    • Übergewicht: Adipositas im Teenageralter korreliert stark mit dem Erkrankungsrisiko.
    • Tabakrauch: Sowohl aktives Rauchen (durch Jugendliche) als auch Passivrauchen wirkt toxisch auf das Nervensystem.

Demografische Kuriosität: Bei kleinen Kindern (unter 6 Jahren) erkranken häufiger Jungen. Nach dem 12. Lebensjahr jedoch, mit dem Einsetzen der hormonellen Umstellung, kehren sich die Verhältnisse um – 75 % der Patienten sind Mädchen.

Wie erkennt man die Symptome bei einem Kind?

Symptome bei Kindern können sich von denen bei Erwachsenen unterscheiden, was die Diagnose oft verzögert. Wachsamkeit ist geboten, wenn wir Folgendes beobachten:

  1. Sehstörungen: Augenschmerzen bei Bewegung, verschwommenes Sehen, Farbverlust. Wichtig: Bei Kindern tritt eine Sehnervenentzündung (Optikusneuritis) häufiger beidseitig auf (bei Erwachsenen meist einseitig).
  2. Gleichgewichtsstörungen: Das Kind wird plötzlich „ungeschickt“, stolpert, hat Schwindelgefühle, der Gang ähnelt dem einer betrunkenen Person.
  3. Sensibilitätsstörungen: Kribbeln, Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen sowie das spezifische Lhermitte-Zeichen – ein Gefühl wie ein „Stromschlag“, der beim Beugen des Kopfes entlang der Wirbelsäule verläuft (oft fälschlicherweise mit einer Verletzung im Sportunterricht verwechselt).
  4. Multifokalität: Der erste Schub der Krankheit trifft bei Kindern oft mehrere Stellen gleichzeitig (z. B. zeitgleich Augenprobleme und Beinschwäche), was bei Erwachsenen seltener ist.

Das Paradox der pädiatrischen MS

Der Krankheitsverlauf bei Kindern zeichnet sich durch einen spezifischen Dualismus aus, den Ärzte als Paradoxon bezeichnen:

  • Stärkeres Entzündungsfeuer: Die Krankheit ist bei Kindern zu Beginn aggressiver. Schübe treten häufiger auf, und im Magnetresonanztomographen (MRT) sind mehr entzündliche Veränderungen sichtbar als bei Erwachsenen.
  • Bessere physische Regeneration: Der junge Organismus verfügt über unglaubliche Reparaturfähigkeiten (Neuroplastizität). Kinder erlangen nach Schüben ihre körperliche Leistungsfähigkeit schneller zurück, und eine dauerhafte motorische Behinderung tritt langsamer ein.
  • Die Zeitfalle: Trotz der langsameren Progression beginnen Kinder so früh zu erkranken, dass sie statistisch gesehen in einem jüngeren Alter eine Behinderung erreichen als Personen, die erst als Erwachsene erkrankten.

Die unsichtbare Bedrohung: Kognitive Funktionen

Dies ist der wichtigste Aspekt, der bei der Beurteilung der Leistungsfähigkeit oft übersehen wird. Das Gehirn eines Kindes gleicht motorische Defizite hervorragend aus, zahlt dafür aber einen Preis im intellektuellen Bereich. Es wird geschätzt, dass 30 % bis 75 % der Kinder mit MS Probleme haben mit:

  • Aufmerksamkeitskonzentration (Probleme in der Schule),
  • Gedächtnis und Lerngeschwindigkeit,
  • Informationsverarbeitung.

Daher sollten schlechtere Schulnoten oder Verhaltensänderungen nicht ausschließlich auf die „Teenager-Rebellion“ geschoben werden.

Diagnostischer Pfad und Behandlung

Die Bestätigung von MS bei einem Kind erfordert Präzision und den Ausschluss anderer Krankheiten (z. B. Neuroborreliose oder ADEM). Grundlage sind die McDonald-Kriterien, die die Ausbreitung der Veränderungen in Zeit (Auftreten neuer Schübe) und Raum (verschiedene Lokalisationen im MRT) bewerten. Oft ist eine Lumbalpunktion erforderlich, um oligoklonale Banden nachzuweisen.

Wir müssen bedenken, dass viele Krankheiten – sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen – Symptome hervorrufen können, die der Multiplen Sklerose (MS) ähneln. Man sollte sie nicht zu voreilig ausschließen. Es lohnt sich immer, die Diagnose mit einem anderen Spezialisten zu konsultieren. Eine der Krankheiten, die fälschlicherweise als MS klassifiziert werden können, ist die späte Borreliose oder ihre fortgeschrittene, aggressive Form – die Neuroborreliose, die ebenfalls demyelinisierende Veränderungen verursachen kann.

Ihr seid nicht allein

Die Diagnose MS beeinflusst die ganze Familie. Sie erfordert die Zusammenarbeit nicht nur mit dem Neurologen, sondern auch mit einem Psychologen und der Schule. Es ist entscheidend, dass sich das Kind nicht aus der Gruppe der Gleichaltrigen ausgegrenzt fühlt.

Es lohnt sich, Unterstützung bei professionellen Patientenorganisationen (wie den nationalen MS-Gesellschaften) zu suchen, die Rechtsberatung, psychologische Hilfe sowie Bildungsmaterialien anbieten, um den Umgang mit der Krankheit zu erleichtern.

Quellen:

  • Amato, M. P., et al. (2016). Pediatric multiple sclerosis: Cognition and mood.
  • Ascherio, A. (2013). Environmental factors in multiple sclerosis.
  • Banwell, B., et al. (2007). The neuropathology of multiple sclerosis in children.
 
nach oben
Shop ist im Ansichtsmodus
Vollversion der Webseite
Sklep internetowy Shoper.pl